Norddeutsche Einzelmeisterschaft 1988/89

Ergebnisübersicht

Tabellenstand

1. Spieltag am 18. März 1989 in Berlin

2. Spieltag am 19. März 1989 in Berlin

3. Spieltag am 15. April 1989 in Berlin

4. Spieltag am 16. April 1989 in Berlin

Nachholspiele


Eine Neuerung stand am Beginn der diesjährigen Einzelmeisterschaft: die Einführung eines Startgeldes, das als Pfand in die Verbandskasse gezahlt werden sollte. Sicherlich umstritten diese Entscheidung, doch in Anbetracht der Tatsache, daß man in den zurückliegenden Spielzeiten immer wieder Ärger mit nicht antretenden, früher abreisenden oder mitten in der Saison aufhörenden Spielern hatte, nicht ganz ohne Hintergrund. Zunächst sah es auch so aus, als würde alles glattgehen. Die Spieltage waren im Oktober ebenso fest terminiert worden wie die Meldefrist für die Teilnahme. Im Laufe der Zeit meldeten sich dann auch 14 Spieler beim Spielleiter.
Die Abwicklung mit den Startgeldern jedoch verlief mehr als schleppend; da die Berliner und Geesthachter sowieso diejenigen waren, die das Geld zu verwalten hatten, und sich weder aus Emden noch aus Wangerooge etwas rührte, war Neuling Sven Schilling der einzige, der den Pfand überwies. Teilweise verlauteten da Argumente der Marke "Das mit dem Startgeld ist quatsch, also zahl ich nicht und spiel trotzdem mit !" Schön und gut, aber der Beschluss wurde nun mal gefasst und ist damit verbindlich. Dieses Thema sollte also bei der nächsten VHV noch einmal zur Sprache kommen. Hoffentlich sind dann auch die Stimmen vertreten, die beim letzten mal so zahlreich dem Geschehen fernblieben. Soviel zunächst zum Startgeld.
Der erste Spieltag sollte in Emden stattfinden. Von den gemeldeten Spielern waren fünf aus Berlin, die nicht in Emden anzutreten hatten. Da Titelverteidiger Jens Röttjer noch im Urlaub war, waren auch die drei weiteren Geesthachter mehr oder weniger ohne fahrbaren Untersatz. Da dann auch Mitgastgeber Ralf Fröhling nur am Sonntag spielen konnte, beschloss man kurzerhand, den Spieltag ausfallen zu lassen, denn mit fünf Spielern wäre er wohl nur die berühmte Menge Wind um (so gut wie) nichts geworden. Kaum war es dann Mittwoch, sprich drei Tage vor dem eigentlichen Termin, wollten dann plötzlich drei (noch) nicht zur Nordmeisterschaft gemeldete Neulinge aus Bremen & Stuhr wissen, wie das nun ablaufen solle, beim Spieltag in Emden...
Diese Absage hatte nun natürlich noch weitere Konsequenzen; denn das Startgeld wurde dadurch sinnlos. Wieso? Weil es nun jedem Spieler zum Rückerhalt des Pfandes genügt hätte, nur beim letzten Spieltag in Geesthacht zu spielen... Also einigte man sich auf die einfach Formel: Wer in Geesthacht spielt, ist dabei; auch ohne Startgeld. In Berlin wolle man dann neben der Mannschaftsmeisterschaft die Geesthacht-Berliner Spiele durchziehen. Nun ging's erst richtig los: Absagen, Zusagen und 'ne ganze Menge "ja, vielleicht"'s. Erneut positiv zu erwähnen der Einsatz des Neulings Sven Schilling, der bereits freitags mit dem Flugzeug anreiste, obwohl er formell nur Sonntag zu spielen hatte... Im Gegensatz dazu das Ausscheiden des Geesthachter Neulings C.Gey in letzter Minute.
Bliebe in Sachen Organisation dann nur noch über den Geesthachter Termin zu berichten. Eigentlich für den 8./9.April geplant, kam dann die Nachricht vom DSTFB, bei dem der Nord-Termin mehrfach vorlag, die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft fände am 8./9.April in Haibach statt. Naja, die Kommentare von wegen Termin-Organisation und deren Konsequenzen usw. etc. habt Ihr ja hoffentlich bereits im letzten Report verfolgt, so daß ich mir das jetzt hier an dieser Stelle sparen kann. Nun, da der LV-Nord ja Teil des DSTFB ist und nicht umgekehrt, legte man den Termin kurzerhand auf eine Woche darauf. Mit "Alles klar!" war aber noch lange nichts, denn K.H.Wulff hätte zwar 1001 Räume organisieren können, aber nur für einen Tag. Mit Blick auf den Spielplan, der für ca. die Hälfte der Teilnehmer jeweils um die 15 Spiele bereithielt, wohl etwas knapp. Also kaum dämmerte es am Mittwoch abend vor dem Spieltag, verlegte man den Spieltag ganz einfach von Geesthacht nach Berlin. Die folgenden Stunden brachten dann etliche Ferngespräche und wieder: Weniger Zusagen als Absagen usw., was eben dazugehört. Hin und her, am Ende sollten es dann dreizehn mehr oder weniger glückliche Teilenehmer werden, die in den Räumen der Fahrschule Wölkerling um den Titel subben wollten. Bevor es im Text weitergeht, von dieser Stelle aus allerherzlichsten Dank an die Familie Wölkerling, die nicht nur die Fahrschule zur Verfügung stellte, sondern auch weitere Privat-Übernachtungen ermöglichte, so daß keiner der Teilnehmer sich in das kostspielige Abenteuer eines Hotel- oder Pensionsbettes schwingen musste. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, wo ich als Pressewart ein Lob an den Spielleiter loswerden muss (geschickt getarntes Eigenlob), denn erstmals passte einfach alles am erstellten Spielplan und dann kam die Sache mit den Verspätungen und der Ausfall H.Fischleins. Somit war dann das mit dem Spielplan auch erledigt...
So hatte man letztendlich eine wirklich bemerkenswerte Saison im Norden auf die Beine gestellt, denn jeder Wettbewerb im LV fand ausschließlich in Berlin statt; Um eine Wiederholung zu vermeiden, vergab man vorsichtshalber den Nordpokal'89 schon mal nach Hamburg...
Das soll als kleine Einführung in die Irrungen und Wirrungen der Saison 88/89 erst einmal genügen. Stellt sich die Frage, was man einleitend zum sportlichen Wert dieser Einzelmeisterschaft alles erzählen könnte.
Zunächst einmal ist festzustellen, daß die Quantität mit genau einem Dutzend Spieler doch wirklich zu wünschen ließ. Auf der anderen Seite ist es auch erfreulich, daß sich mit Sascha Kracke, Jan Castendiek, Joachim Busmann und Sven Schilling gleich vier absolute Neulinge im Feld befanden.
Ein weiteres Problem kam auf die Spieler zu, nämlich die Tatsache, daß keine Schiedsrichter an den Platten stehen konnten. Der Grund war ganz einfach der, daß vier der zwölf Spieler an einem Wochenende elf Spiele zu machen hatten, so daß man durch den Verzicht auf Schiedsrichter doch erheblich an Zeit sparte. So kam es im LV-Nord zu der bisher wohl einmaligen Begebenheit, daß eine gesamte Meisterschaftssaison ohne einen einzigen "Pfeifer" deurchgezogen wurde. Eigentlich bemerkenswert daran ist jedoch, daß es zu weitaus weniger Streitigkeiten an der Platte kam, als noch in der letzten Saison. Ehrlich gesagt ist mir keine einzige Szene aufgefallen, in der es einmal zu Problemen gekommen wäre. Besonders erfreulich ist dabei, daß auch die Neulinge, mit denen man ja im Normalfall am ehesten Probleme bekommt, äußerst fair zu Werke gingen. Zwar waren sicherlich hier und da noch Regelunsicherheiten oder etwas unsaubere Spielzüge, aber das ist ja beim praktisch ersten Auftritt auf einer Meisterschaft auch nur allzu verständlich. Nun kann man entgegenhalten, daß dies nicht dem Charakter einer Meisterschaft entspricht, aber mit diesen "Neidern" kann man im Norden wohl ganz gut fertig werden...
Wessen Namen sollte man aber nun in den Mund nehmen, hätte man die Meisterschaftsfavoriten zu nennen? Ganz klar beschränkte sich der engere Favoritenkreis ausschließlich auf die Geesthachter. Hier vor allem Jens Röttjer, der den Hattrick klarmachen konnte und Klaus-Heinrich Wulff, der in der ewigen Tabelle mit bisher drei Titeln auf einsamer Höhe schwebte. Andreas Christensen dagegen schon mit gewissen Abstrichen, er jedoch mit dem Vorteil J.Röttjer aus unzähligen Spielen zu kennen. Die größten Chancen in die Phalanx der "großen drei" einzudringen hatten wohl die Berliner. Hier trauten vor allem die Geesthachter M.Tilgner einiges zu. Ein weiterer großer Name aus der Geschichte des LV-Nord war mit Thomas Pröhle am Start, der den Titel in der Saison 79/80, damals noch nach Wolfenbüttel, holte.
Nach allen Startschwierigkeiten ging es endlich los beim


1. Spieltag

18. März 1989 in Berlin

1. Spielrunde
Sven Schilling Wilfried Pretzel 0:3 (0:2)

Die Eröffnungspaarung lief zeitgleich mit der regulären Spielzeit der Mannschaftsmeisterschaft und sorgte so bei T.Pröhle für Verwirrung, der dachte, er könne sich angesichts des sicheren Sieges von WP ein paar Törchen von J.Röttjer mehr leisten... Alle drei Tore erzielte der Routinier durch tückische Aufsetzer nach Quetscheiern, wobei er jeweils zu Beginn der Halbzeiten traf.


2. Spielrunde
Andreas Christensen Jens Röttjer 1:0 (0:0)
Sven Schilling Thomas Pröhle 0:1 (0:0)
Klaus-Heinrich Wulff Robert Plauk 4:0 (1:0)

Nach 31 Spielen ohne Niederlage in der A-Liga verlor der Titelverteidiger ausgerechnet gegen AC, der das entscheidende Tor tief in der 2.Hz erzielte. Damit war plötzlich AC zum heißen Titelaspiranten aufgestiegen. Altmeister TP hatte reichlich zu kämpfen gegen Neuling SS. Zwar spielte er 40min Powerplay, traf aber einfach nicht. In der 25.min hatte SS ein Einsehen und verfehlte kläglich mit dem Reservetorwart, woraufhin TP die drei Züge verwandelte. KHW und RP machten erstmal die hundert voll, denn bereits eine Runde zuvor standen sie sich 60min in der NDMM gegenüber. Doch diesmal kam KHW zum erwartet klaren Ergebnis gegen RP, der jedoch erst in der 2.Hz den Einbruch erlebte.


3. Spielrunde
Robert Plauk Sven Schilling 0:0 (0:0)
Andreas Christensen Klaus-Heinrich Wulff 1:1 (0:1)
Marcus Tilgner Wilfried Pretzel 3:1 (2:1)

Auch in diesem Spiel erwehrte sich SS der ständigen Überlegenheit seines Gegenübers, doch diesmal erfolgreich. In den letzten 5min hätte er sogar bei einigen Kontern noch selbst das Tor machen können. Im 2. Spiel konnte schon eine wichtige Entscheidung um die Vergabe des Titels fallen. In der 1.Hz noch setzte sich KHW gegen die 3D-Abwehr AC's durch und ging in Führung. Doch wieder konnte AC in der 2.Hälfte einen entscheidenden Treffer verbuchen, der ihm das Tor zur Nordmeisterschaft weit offenhielt. Im Berliner Vereinsduell entwickelte sich ein hervorragendes Spiel mit vier schier unglaublichen Treffern. Dabei fiel das Ergebnis sicher um einen Treffer zu hoch für den wirklich gut aufspielenden MT aus, fiel doch das 3:1 erst 5sec vor Schluss.


4. Spielrunde
Thomas Pröhle Jens Röttjer 0:4 (0:1)

Auch diese Paarung stand nun bereits zum zweiten Male auf dem Plan und erneut lautete das Ergebnis klar und deutlich 4:0, nur diesmal ohne Verlängerung. In diesem Spiel hatte man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, als könne TP dem Titelverteidiger gefährlich werden.


5. Spielrunde
Robert Plauk Andreas Christensen 0:3 (0:1)
Thomas Pröhle Klaus-Heinrich Wulff 1:2 (1:0)
Wilfried Pretzel Jens Röttjer 3:6 (1:2)
Marcus Tilgner Sven Schilling 5:0 (3:0)

Wiederum zeigte RP eine starke Hz, in dem ihm nur mal wieder kein Tor gelang. AC dagegen steuerte mit drei Treffern recht solide Richtung Tabellenspitze. TP schien dieser Runde zu einer Sensation nutzen zu wollen. Etwa in der 15.min ging er in dem Duell, das schon in den frühen 80'ern für viel Spannung und Dramatik sorgte und das nach acht Jahren nun erstmals wieder ausgefochten wurde, mit einem Volleyschuss in Führung und hielt diese bis zur 34.min, als KHW erleichtert nach dem Ausgleich aufatmen konnte. Eigentlich mit dem Remis schon zufrieden, erzielte er aber in der letzten Minute doch noch den Siegtreffer. Auch WP ging gegen den in diesem Falle nicht nur hohen sondern auch langen Favoriten in Führung. Doch das 1:0 wandte JR schnell in ein 2:1. In der 2.Hz entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem WP ein wirklich recht gutes Spiel lieferte. Am Ende durfte er mit voller Berechtigung fragen, wer es in den letzten Jahren schon mal geschafft hat, in einem Meisterschaftsspiel drei Tore gegen JR zu erzielen. Das Spiel MT- SS (und nicht nur dieses) litt unter der ständigen Beobachtung eines besoffenen Penners, der selbst die blindesten Aktionen MT's bejubelte und aus seiner frühen Jugend zu berichten wusste, auch einmal ein wahrer Held des Fussballs in irgendeinem Berliner Stadtteilverein gewesen zu sein. Jedenfalls traf MT anfangs jeden Schuss unhaltbar und hatte nach 5min das Spiel bereits entschieden, nachdem SS ihm vormittags bei einer Aufwärmrunde noch mit einem remis trotzte.


6. Spielrunde
Thomas Pröhle Andreas Christensen 1:2 (1:1)
Klaus-Heinrich Wulff Marcus Tilgner 5:0 (4:0)
Jens Röttjer Robert Plauk 4:1 (2:0)

TP entwickelte sich nach und nach zu einem wahren Prüfstein für die Geesthachter Titelaspiranten. AC legte zwar einen Schnellschuss vor, doch TP demonstrierte postwendend selbiges Können. So war es wieder die 2.Hz, die für AC's entscheidenden Treffer herhalten musste. So hervorragend MT bis hierhin aufspielte, so sehr wurde er jetzt von KHW zersägt. Mit vier Treffern in recht kurzer Folge schoss er den nun recht schwachen Berliner wahrlich ab und konnte sich dabei der tatkräftigen Mithilfe von MT's Keeper sicher sein. JR siegte gegen RP auch im Schongang und bereitete sich selber mehr Probleme, als RP es vermochte. Dieser jedoch durfte ausgerechnet gegen die stärkste Abwehr der Vorsaison seinen ersten Treffer bejubeln.



2. Spieltag

19. März 1989 in Berlin

1. Spielrunde
Andreas Christensen Marcus Tilgner 2:2 (1:0)
Klaus-Heinrich Wulff Sven Schilling 4:0 (2:0)

MT zeigte sich gut erholt und spielte wieder gut mit. AC ging zwar 2xin Front, aber MT zeigte eine kämpferische Einstellung in einem Spiel, was sich mit zunehmender Dauer immer mehr zu einem Prestigekampf entwickelte, denn AC wollte nicht nur weiter Richtung Nordtitel punkten, sondern auch die Niederlage von der MM wettmachen, was MT sicherlich mehr half, als ihm selber. KHW siegte in typischer Sonntag-morgen Manier gegen SS. Mit 40- minütigem Powerplay scheiterte er aber ein ums andere Mal am gut aufgelegten Torwart des Schönkircheners.


2. Spielrunde
Sven Schilling Andreas Christensen 0:6 (0:4)
Jens Röttjer Marcus Tilgner 4:0 (2:0)
Klaus-Heinrich Wulff Wilfried Pretzel 3:0 (2:0)

AC machte SS einfach fertig und packte ihm die Dinger ein, wie er wollte. Mit einem Auge schielte er jedoch auf die Nebenplatte, wo er sich von MT Schützenhilfe im Meisterschaftskampf erhoffte. Nicht ganz unbegründet, denn auch der Berliner hatte ja noch Chancen. Dieser allerdings war schier am Verzweifeln ob eines unglaublichen Spielverlaufs. Nicht etwa JR bestimmte, was auf dem Filz zu geschehen habe, nein, er beschränkte sich ganz einfach aufs Toreschießen und hatte bei fünf echten Torchancen auch eine mehr als (un)anständige Ausbeute. Theoretisch hätte das Spiel ebenso 4:4 oder 0:4 ausgehen können. Wahrscheinlich entscheidend war das 2:0, das keine Sekunde vor der Halbzeitglocke fiel. KHW liess dem Berliner keine Chance und bestimmte das Spiel von Beginn an. Zwar spielte WP keineswegs schlecht, traf aber einfach auf einen klar überlegenen Gegner.


3. Spielrunde
Wilfried Pretzel Andreas Christensen 0:1 (0:1)
Sven Schilling Jens Röttjer 1:8 (0:4)

AC und die 2.Hz! Erneut konnte AC ein sehr wichtiges Tor in den 2. zwanzig Minuten schiessen, während WP zwar Chancen hatte, aber diese ungenutzt verstreichen liess, was ihn hörbar zur Verzweiflung trieb. SS spielte nun zum dritten Male hintereinander gegen einen Geesthachter. Für einen Neuling wahrlich eine "unheimliche Folter der 3.Abart!" Doch unverhofft kommt oft. Ausgerechnet JR war es, der SS seinen ersten A-Liga-Treffer überhaupt gestattete. Ganze 10sec vor Ende des Spieltages krönt SS selbigen mit dem unhaltbaren 1:8-Anschlusstreffer ins lange Eck. O-Ton SS: "Ich liebe Schüsse mit grossem Streuwinkel...!"



3. Spieltag

15. April 1989 in Berlin

1. Spielrunde
Joachim Busmann Jan Castendiek 1:2 (0:0)
Sascha Kracke Robert Plauk 0:3 (0:2)

Nach einer völlig blinden 1.Hz kamen die beiden Neulinge in ihrem jeweils ersten A-Liga-Spiel in den zweiten zwanzig Minuten in Schwung. Überraschend dabei, daß es JC war, der den Sieg sicherstellte. JB jedenfalls sah sich nach dem Spiel genötigt, JC erstmal ein bisschen zu erwürgen... Auch für SK war es das erste Spiel auf Ebene des LV-Nord. Gegen RP, der immerhin schon seine dritte Saison spielte, hielt er sich dabei beachtlich.


2. Spielrunde
Matthias Henseleit Jens Röttjer 0:2 (0:1)
Sascha Kracke Wilfried Pretzel 1:3 (1:1)
Joachim Busmann Andreas Christensen 0:5 (0:3)

Bereits in der letzten Saison bereitete MH dem Hamburger eine Menge Probleme, so auch dieses Jahr. Am Ende aber ausser Frage der verdiente und ebenso erwartete Sieg für JR, der somit weiter mit zwei Miesen oben mitmischt. SK machte sich gegen den Routinier WP eine Halbzeit lang Hoffnung auf den ersten Punktgewinn. Doch in der 2.Hz legte WP noch einmal ein paar Kohlen nach und siegte am Ende verdient und relativ ungefährdet. AC hatte mit JB keinerlei Probleme und kam in regelmässigen Abständen zu Torerfolgen gegen den Bremer.


3. Spielrunde
Matthias Henseleit Robert Plauk 3:3 (1:2)
Sascha Kracke Joachim Busmann 0:2 (0:0)
Jan Castendiek Marcus Tilgner 0:3 (0:1)

Noch nie konnte MH gegen RP einen doppelten Punktgewinn landen und mit entsprechendem Ehrgeiz ging er auch in das Spiel. Irgendwie störte in seinem Konzept aber das 1:0 von RP nach knapp 15sec. Auch der 2.Treffer des Berliners knapp drei Minuten später war wohl nicht geplant. Aber dann zeigte er sein Kämpferherz und zog sogar mit 3:2 vorbei. Doch auch RP bewies, fighten zu können und holte noch das Remis. JB machte gegen den jüngsten des Feldes in der 2.Hz den Sack zu und holte sich seine ersten zwei Punkte auf sein Konto. MT mit reichlich Problemen gegen den abwehrstarken JC, der loslegte, als gäbe es einen Laster Bier zu gewinnen. Am Ende MT mit etwas glücklichem Sieg.


4. Spielrunde
Sascha Kracke Klaus-Heinrich Wulff 0:9 (0:6)
Jan Castendiek Robert Plauk 0:0 (0:0)
Jens Röttjer Joachim Busmann 12:0 (7:0)
Wilfried Pretzel Thomas Pröhle 0:2 (0:1)

Hier gab es das erste Mal ganz kräftig aufs Mützchen für den Jungsubber. In den letzten zehn Minuten verdiente er es sich redlich, das 0:9 über die Zeit zu retten und so das ganze wenigstens nicht zweistellig werden zu lassen. JC bestätigte die gute Leistung aus der Vorrunde und wurde diesmal sogar mit einem Punkt belohnt. Dabei profitierte er aber nicht zu knapp von RP's Schwächen im Abschluss. JB konnte die Säge nicht abwenden. Gnadenlos fiel JR über den Bremer her und knallte ihm die Bälle um die Ohren, daß es nur so krachte. Im Berliner Duell der alten Hasen behielt TP die Oberhand, da WP bei weitem nicht mehr die Form des Vormonats mitbrachte, wo er aber das Pech hatte, gegen die stärksten Mitkonkurrenten zu spielen. Letztlich also nicht unverdient der Sieg des Altmeisters.


5. Spielrunde
Matthias Henseleit Andreas Christensen 1:3 (0:1)
Jan Castendiek Sascha Kracke 3:2 (3:1)
Wilfried Pretzel Robert Plauk 1:4 (0:3)

Auch AC hatte viel Mühe mit dem Fighter von der Insel, der einen wirklich guten Tag erwischt zu haben schien. AC war aber routiniert genug, um nicht allzuviel anbrennen zu lassen. Wieder war es nichts mit dem ersten Punkt für SK, der in der 2.Hz ein Übergewicht erkämpft hatte, aber JC konnte den Vorsprung, den er sich im Verlaufe der 1.Hz herausgespielt hatte nutzen und gewann am Ende doch verdient. Mit fünf Pluspunkten entwickelte er sich inzwischen zu einem Geheimtip in den unteren Regionen. RP präsentierte sich einmal mehr als launische Diva. Gerade noch gibt er gegen JC einen Punkt ab und trauert vielen verrissenen Chancen nach und jetzt spielt er eine Hz lang absolutes Traumsubbu gegen seinen Vereinskameraden. WP, wie auch die Zuschauer (!) dieses Spieles, verstanden die Welt mal wieder ein bisschen weniger...


6. Spielrunde
Joachim Busmann Robert Plauk 1:4 (0:2)
Matthias Henseleit Thomas Pröhle 1:3 (0:1)
Jan Castendiek Sven Schilling 0:0 (0:0)
Jens Röttjer Sascha Kracke 7:1 (2:0)

Ein weiteres 4:1 für den Berliner, der so langsam in Schuss kommt und inzwischen ganz gut punktet. Auch TP punktet sich nach und nach vorwärts. Mit erst sechs Miesen klopft auch er schon mal bisschen bei den Qualifikationsplätzen an, nachdem er in einem Duell, das auch schon mal vor knapp einem Jahrzehnt mal gespielt wurde, gegen "Doc" Henseleit den längeren Atem bewies und ihn niederkämpfte. Endlich durfte auch SS mal an die Platte, traf jedoch aus aussichtsreichen Positionen kaum das Tor und profitierte davon, daß JC im Sturm nicht minder blind agierte. JC war es allerdings, der mit zwei Schnellschüssen an Latte und Pfosten in der 2.Hz für mehr Gefahr sorgte. Eine Hz lang wehrte sich SK hervorragend gegen den übermächtigen langen Blonden. Auch in der 2.Hz konnte er das schlimmste Gewitter abwenden und erzielte zu seiner großen Freude auch noch ein Tor.


7. Spielrunde
Matthias Henseleit Joachim Busmann 2:3 (2:1)
Jan Castendiek Thomas Pröhle 0:5 (0:1)
Andreas Christensen Sascha Kracke 3:1 (1:0)

Eine Riesenüberraschung gelang dem Bremer mit dem Sieg gegen MH. Das Ergebnis wiegt noch umso schwerer, da der Wangerooger in der 2.Hälfte seine Führung gegen den Neuling verspielte. JC schien in seinem sechsten Spiel an diesem Tag mit Konditionsproblemen zu kämpfen, denn normalerweise ist es recht selten, daß TP mal ein Spiel in dieser Höhe gewinnt. Erneut kann sich SK gegen einen renommierten Gegner achtbar aus der Affäre ziehen. Gegen AC gelingt ihm ebenfalls das nun fast schon obligatorische Tor.



4. Spieltag

16. April 1989 in Berlin

1. Spielrunde
Matthias Henseleit Sascha Kracke 5:0 (1:0)

Nach einigen morgendlichen Anlaufschwierigkeiten rammt der erfahrene MH den Nachwuchsspieler aus Stuhr nach Strich und Faden ab und landet endlich seinen ersten Sieg. SK diesmal ohne Torerfolg.


2. Spielrunde
Klaus-Heinrich Wulff Matthias Henseleit 1:0 (1:0)
Thomas Pröhle Sascha Kracke 5:1 (3:1)
Jan Castendiek Wilfried Pretzel 1:4 (0:1)

KHW und der Sonntag morgen scheinen wirklich eine Geschichte für sich zu sein. Erwarten durfte man eigentlich ein klareres Ergebnis gegen den wieder aufopferungsvoll kämpfenden MH. SK schaffte wieder sein Tor. TP war am Ende viel zu routiniert und souverän um vom jugendlichen SK in ernste Bedrängnis gebracht zu werden. WP schien über Nacht seine Form wiedergefunden zu haben. Den Anschein hatte es jedenfalls, als er den bisher wirklich guten JC klar distanzierte.


3. Spielrunde
Marcus Tilgner Matthias Henseleit 5:0 (2:0)
Klaus-Heinrich Wulff Jan Castendiek 5:0 (1:0)
Sven Schilling Joachim Busmann 1:1 (1:0)

Was ist bloß los mit MH? Verliert gegen KHW nur mit einem Tor und wird eine Runde später vom nicht gerade berauschend spielenden MT dermaßen untergepflügt. Nicht die Spur eines Aufbäumens war dem Wangerooger anzumerken, der sich nahezu kampflos in sein Schicksal ergab. KHW kam wieder etwas in Schuss und gab dem Bremer ebenfalls fünf mit. Der Widerstand des Neulings erlahmte in der 2.Hz zusehends, so daß KHW letztendlich leichtes Spiel hatte. Nach 5min ging SS in Front. Kurios dann der Ausgleich 20 sec vor Ende der Partie. Zuschauer JR fragt nach dem Spielstand, woraufhin SS siegessicher seine Führung verkündet. Dadurch bekam er fast nicht mit, wie er sich einen eigentlich harmlosen Schuss noch ins Netz paddelt.


4. Spielrunde
Jens Röttjer Jan Castendiek 11:0 (6:0)
Wilfried Pretzel Joachim Busmann 1:0 (0:0)
Sascha Kracke Sven Schilling 1:1 (0:1)
Marcus Tilgner Thomas Pröhle 1:0 (0:0)

Hier kam JC erstmals richtig unter die Räder. Nicht verwunderlich, daß es gerade das Röttjer'sche Fahrgestell war, was ihm diese Schütte mitgab. Bereits nach 9min stand es in diesem Spiel 5:0 !! Glücklich gewinnt WP gegen JB weitere zwei Punkte, doch das Gelbe vom Ei ist es nun wahrlich nicht gewesen, was der Berliner hier zeigte. Pech für JB, das letztlich doch nur die Punkte zählen! Wieder ging SS sehr früh in Führung; diesmal kassierte er den Ausgleich allerdings kurz nach der Pause per typischen Schnellangriff SK's, darufhin wurde SS immer nervöser und in der letzten min sogar noch ein Tor für SK, was aber nicht gegeben werden konnte, da SS beim Schuss eine liegende Verteidigerfigur in Ballnähe aufrichtete. Im rein Berliner Duell um den vierten Platz ergab sich ein harter Kampf, den letztlich der Routinier verlor, als er zwei Minuten vor Schluss durch einen traumhaften Quetschball seinen insgesamt hundertsten Gegentreffer in der A-Liga seit '77 einfing. TP hatte jedenfalls Grund genug, den vielen vergebenen Chancen nachzutrauern.


5. Spielrunde
Andreas Christensen Jan Castendiek 8:1 (4:0)
Joachim Busmann Klaus-Heinrich Wulff 1:7 (0:5)
Matthias Henseleit Wilfried Pretzel 1:1 (1:1)
Marcus Tilgner Sascha Kracke 11:0 (5:0)

Auch JC hatte als Neuling das Vergnügen, gegen alle drei Geesthachter hintereinander anzutreten. Am Ende landete AC seinen höchsten Saisonsieg. Fast ebenso deutlich endete das zweite Duell zwischen einem Bremer und einem Geesthachter. KHW liess es jedoch nach der Pause etwas ruhiger angehen als sein Titelkonkurrent aus den eigenen Reihen. Im Duell zweier Langzeitaktiven packte MH sein Kämpferherz wieder aus und holte einen weiteren Punkt gegen den Berliner, der damit die Saison beendete. Ganz fiese Säge für SK, der in seinem letzten Saisonspiel die höchste Niederlage kassieren musste. Dabei traf er auf einen im Vergleich zum Vortag stark verbesserten MT, der für diesen Kanter noch nicht einmal voll aufspielen musste. Im gesamten Spielverlauf agierte der Neuling viel zu konfus und hektisch und kam so zu nicht einer ernsthaften Chance.


6. Spielrunde
Jens Röttjer Klaus-Heinrich Wulff 0:1 (0:1)
Matthias Henseleit Sven Schilling 2:0 (1:0)
Thomas Pröhle Joachim Busmann 2:0 (1:0)

Das Finale der Nordmeisterschaft stand an und es fand interessierte Zuschauer. Zum einen natürlich AC, der in einer merkwürdigen Situation steckte: Sollte JR einen Sieg landen können, müsste er danach ein Entscheidungsspiel gegen ihn austragen. Endet das Spiel remis, müsste er dagegen mit KHW noch einmal vierzig Minuten absolvieren. Nur ein Sieg für KHW würde die Fronten bereits jetzt klären, denn dann hätte KHW es geschafft. AC sortierte auf jeden Fall schon einmal seine zehn besten Pappköppe aus, um für das erhoffte Entscheidungsspiel gerüstet zu sein. Die eigentlichen Akzente in dieser Paarung - die Spieler mögen mir dies verzeihen - setzte allerdings jemand ganz anderes, nämlich Gastgeber S.Wölkerling, der es fertigbrachte, direkt an der Platte mit einer prallgefüllten Schokoladenkeksrolle einen dermaßenen Rabatz zu machen, daß selbst der einsetzende Lachkrampf von AC und MT locker übertönt wurde. Zurück zum Spiel: KHW bestimmte das Geschehen auf dem Filz von Beginn an und erzielte wenige Minuten vor der Halbzeit den 1:0-Führungstreffer. Im weiteren Verlauf vermochte es Titelverteidiger JR nicht ernsthaft, KHW in Verlegenheit zu bringen. Somit konnte AC dann seine Püppchen wieder einpacken; denn KHW holte sich seinen vierten Titel. Währenddessen fuhr MH seine Punkte fünf und sechs ein und überrundete damit seinen Konkurrenten SS in der Tabelle nun auch nach Punkten. Im großen und ganzen bestimmte MH das Spiel, scheiterte aber nach dem frühen 1:0 des öfteren am Torwart und musste so stets fürchten, mit seiner entblößten Abwehr einen Konter einzufangen. Mitte der2.Hz erlöste er sich jedoch mit seinem zweiten Hebertor. TP siegte recht sicher gegen JB und manifestierte so seinen Anspruch auf den fünften Tabellenplatz.


7. Spielrunde
Matthias Henseleit Jan Castendiek 3:2 (1:2)
Marcus Tilgner Joachim Busmann 3:0 (1:0)

MH hatte reichlich Probleme, um das Spiel siegreich zu gestalten. Die 2.Hz sicherte ihm am Ende den Sprung auf den achten Tabellenplatz, den bei einem remis überraschend sein Gegenüber JC eingenommen hätte. MT agierte in dieser letzten Runde reichlich zerfahren gegen einen inzwischen recht lustlosen JB und musste am Ende sogar froh darüber sein, das Spiel noch gewonnen zu haben.


Mit diesen Spielen waren die Spieltage der Nordliga 89 abgeschlossen und es fehlten noch zwei vereinsinterne Spiele bei Sparta Spreeathen, die man aber ohne schlechtes Gewissen ganz ans Ende stellen konnte, da hier nur untereinander der fünfte Platz ausgespielt wurde:


Nachholspiele

1. Spielrunde
Thomas Pröhle Robert Plauk 1:1 (1:0)
Robert Plauk Marcus Tilgner 3:2 (3:0)

Genau dieses Remis musste das Ziel des Altmeisters sein; denn es sicherte ihm den fünften Platz vor RP, der diesen nur mit zwei Siegen hätte erreichen können. Nach dem schönen Schuss unter die Querlatte Mitte der ersten und einer Unachtsamkeit in der zweiten Halbzeit stand auch noch etwas anderes fest, nämlich daß W.Pretzel nun nicht mehr Sechster werden konnte, der vergeblich auf zwei Niederlagen RP's hoffte. MT benötigte eine ganze Halbzeit um sich einigermaßen auf die durch eine Hornhauterkrankung beeinträchtigte Sicht einzustellen. Diese Phase nutzte RP zu einer verdienten 3:0 Halbzeitführung. In der 2.Hz verfolgte MT sein Ziel, zwei Tore zu schießen etwas zielsicherer und schaffte mit dem 2:3-Anschlusstreffer 3min vor Ende auch seinen angestrebten hundertsten A-Liga Treffer.




A-Liga LV Nord 1988/89
  KHW AC JR MT TP RP WP MH JC JB SS SK
Klaus-Heinrich Wulff   1:1 1:0 5:0 2:1 4:0 3:0 1:0 5:0 7:1 4:0 9:0
Andreas Christensen   1:0 2:2 2:1 3:0 1:0 3:1 8:1 5:0 6:0 3:1
Jens Röttjer   4:0 4:0 4:1 6:3 2:0 11:0 12:0 8:1 7:1
Marcus Tilgner   1:0 2:3 3:1 5:0 3:0 3:0 5:0 11:0
Thomas Pröhle   1:1 2:0 3:1 5:0 2:0 1:0 5:1
Robert Plauk   4:1 3:3 0:0 4:1 0:0 3:0
Wilfried Pretzel   1:1 4:1 1:0 3:0 3:1
Matthias Henseleit   3:2 2:3 2:0 5:0
Jan Castendiek   2:1 0:0 3:2
Joachim Busmann   1:1 2:0
Sven Schilling   1:1
Sascha Kracke  



A-Liga LV Nord 1988/89
Endstand
1. Klaus-Heinrich Wulff SC Holstein Geesthacht 11 10 1 42 :   3 39 21 -   1
2. Andreas Christensen SC Holstein Geesthacht 11 9 2 35 :   7 28 20 -   2
3. Jens Röttjer SC Holstein Geesthacht 11 9 2 58 :   8 50 18 -   4
4. Marcus Tilgner Sparta Spreeathen 74/82 11 7 1 3 35 : 15 20 15 -   7
5. Thomas Pröhle Sparta Spreeathen 74/82 11 6 1 4 21 : 12 9 13 -   9
6. Robert Plauk Sparta Spreeathen 74/82 11 4 4 3 19 : 19 0 12 - 10
7. Wilfried Pretzel Sparta Spreeathen 74/82 11 4 1 6 17 : 22 -5 9 - 13
8. Matthias Henseleit STFC Wangerooge 11 3 2 6 18 : 23 -5 8 - 14
9. Jan Castendiek SF Bremen 11 2 2 7 9 : 42 -33 6 - 16
10. Joachim Busmann SF Bremen 11 2 1 8 9 : 39 -30 5 - 17
11. Sven Schilling 1.SC Schönkirchen 11 4 7 3 : 31 -28 4 - 18
12. Sascha Kracke SC Stuhr 11 1 10 7 : 52 -45 1 - 21



Der Kopf der Tabelle wird, wie erwartetet, von den drei Geesthachtern beherrscht. An oberster Stelle der Vorjahreszweite und Führende der ewigen Tabelle des LV-Nord, Klaus-Heinrich Wulff. Er holte sich in dieser Saison bereits seinen vierten Nordtitel nach Hause. Umso bedauernswerter, daß er die errungene Möglichkeit zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft nicht wahrnimmt, da er dort mit Sicherheit eine große Rolle gespielt hätte. Ihm ganz dicht auf den Fersen und ebenfalls ungeschlagen mit nur einem Punkt Rückstand Andreas Christensen, der drauf und dran ist, sich zum Michael Bordach des Nordens zu entwickeln. Nachdem er bei den letzten beiden Nordpokal-Wettbewerben Zweiter wurde, erreichte er dieses Resultat diesmal noch in der Mannschafts- und Einzelmeisterschaft, wobei ihm jeweils die Partie gegen den Berliner M.Tilgner zum Verhängnis wurde. Auf Platz drei diesmal der Nordmeister der letzten beiden Jahre, der lange Hamburger Jens Röttjer. Diesmal reichte sein "Muskelsubbuteo" nicht aus, um den Filigrantechniker Klaus-Heinrich Wulff zu distanzieren. In den letzten beiden Jahren ungeschlagen, verlor er diese Sasion gleich zweimal gegen seine beiden Vereinskameraden. Nach dem Geesthachter Führungstrio folgt dann geschlossen der überraschende Nord-Mannschaftsmeister aus Berlin. Angeführt wird dieses Quartett von Marcus Tilgner, der erst im vereinsinternen Duell gegen R.Plauk deutlich hinter J.Röttjer zurückfiel. Er wird auf der Deutschen Meisterschaft den durch die Nichtteilnahme des neuen Nordmeisters freigewordenen Platz des LV-Nord einnehmen. Auf Platz fünf feierte Thomas Pröhle ein gelungenes Comeback. Der Meister von vor neun Jahren bekam nur einmal vom Ex-Meister J.Röttjer die Hütte voll und verlor gegen die drei anderen vor ihm plazierten Spieler nur mit einem Tor Differenz. Dabei brachte er vor allem K.H. Wulff in arge Nöte. Alles in allem ein guter Neubeginn. Sechster wurde Robert Plauk, der in den vereinsinternen Spielen 5-1 Punkte holte und dadurch die recht unnötigen Punktverluste gegen M.Henseleit, J.Castendiek und S.Schilling wieder wettmachte. Mit diesen Punkten ließ er erneut den Berliner Routinier und einzigen "ü-30-Spieler" der Nordliga, Wilfried Pretzel, einen Platz hinter sich. Er hatte das Pech, am ersten Wochenende gegen die starken Geesthachter sehr gut und am zweiten Wochenende gegen die schwächeren Spieler umso schwächer zu spielen. Könnte er doch vor dem Tor nur einmal seine Nerven besser in Griff kriegen, er wäre ein heißer Anwärter auf die vordersten Plätze. Ihm auf den Fersen folgt Matthias Henseleit, der mit einem Endspurt von 5-1 Punkten in den letzten Runden die Blamage abwenden konnte, die sich nach der Niederlage gegen J.Busmann anzubahnen schien. So jedoch setzte er sich noch vor die vier Neulinge, die das Abschlussquartett der Nordliga bilden. Für die beiden Bremer Jan Castendiek und Joachim Busmann gilt gleichermaßen, daß sie durch ihre schnell vorgetragenen Angriffe immer wieder für ein Tor gut sind. Auch die Abwehrzüge sind oftmals schon sehr gut, doch noch ohne die notwendige Konstanz, um gegen die Spitzenspieler mithalten zu können. Wenn sie es schaffen, ihr Spiel etwas sauberer zu gestalten und die Regelunsicherheiten zu beseitigen, werden die beiden in nächster Zeit sicher zu beachten sein. Der eigentlich stärkste Neuling war wohl Sven Schilling, der jedoch mehr als die beiden Bremer mit seinen Nerven zu kämpfen hatte. Er zeichnet sich bereits jetzt durch eine sehr saubere Spielweise aus. Da er anscheinend ein echter Subbu-Verrückter ist und so viel wie möglich Turniere wahrnehmen möchte, wird er gewiss recht bald für die eine oder andere Überraschung gerüstet sein. Das Tabellenende wird von einem echten Nachwuchsspieler geziert. Er sammelte zwar schon nationale Erfahrung beim DSTFB-Pokal, aber er konnte sie noch nicht umsetzen. Für ihn gilt ebenfalls, daß er noch zu hektisch und zu unsauber agiert, aber auch das wird sich mit der Zeit sicher ändern.


Einzel-
meisterschaft
1987/88

LV Nord Saison 1988/89


ndem * 1989/90

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